Aufgrund der hohen Kosten von reinem Zirkoniumdioxid im Vergleich zu Feinkeramiken wie Aluminiumoxid (Al2O3) beinhalten ZrO2-Keramiken in der Regel zusätzliche Materialkomponenten. Neben der Senkung der Materialkosten können diese Zusatzstoffe oder Stabilisatoren zusätzliche funktionelle Vorteile bieten. Hochreine (> 90,0 %) oxidisch gebundene Zirkoniumdioxidformulierungen sind in gepresster, gegossener, elektrogeschmolzener oder gemischter Rezeptur für Anwendungen erhältlich, die den höchsten Standard an Temperaturwechselbeständigkeit erfordern.
Zirkoniumdioxidkeramiken haben eine sehr hohe Festigkeit von Raumtemperatur bis hin zu Temperaturen von 1,500°C. Sie eignen sich daher hervorragend als Hochtemperaturbaustoffe für Öfen und Brennöfen.
Märkte, die eine höhere Korrosionsbeständigkeit oder eine höhere mechanische Heißfestigkeit erfordern, verwenden typischerweise ein System aus Zirkonoxid mit Aluminiumoxid or Chromoxid (Cr2O3) oder eine komplexe Kombination aus allen dreien. Die Zusammensetzungsverhältnisse dieser Verbindungen können fein abgestimmt werden, um ein Material mit dem besten Kompromiss zwischen mechanischer und Korrosionsbeständigkeit für spezifische Anwendungen bereitzustellen.